Herzlich Willkommen!

 
Unsere Leistungen
Patienteninfos
Über uns
Sprechzeiten
Unser Team
Der Weg zu uns
Die Praxis
Praxisbroschüre (PDF)
Interessante Links
Kontakformular
Impressum
Home
 
 
zurück
Zum Eintrag Neue Heilmittelrichtlinien ab 1.7.2004 sind folgende weitere Informationen vorhanden.

Bochum, 30. Juni 2004) Seit Jahresbeginn zahlen Patienten in den Physiotherapiepraxen für Krankengymnastik oder Massage bei jedem Rezept zehn Euro Rezeptgebühr und zusätzlich zehn Prozent der Behandlungskosten. Ein halbes Jahr nach der Gesundheitsreform folgt nun ein zweiter Schritt: Patienten, die dauerhaft auf Physiotherapie angewiesen sind, konnten bislang vom Arzt zeitlich unbefristet Verordnungen erhalten. Vom 1. Juli an wird mit den neuen Heilmittelrichtlinien jedoch der Rotstift angesetzt.

So werden für viele Asthmapatienten statt 30 Behandlungen nur noch 18 verschrieben (Das reicht für Dauerpatienten mit starkem Asthma und einer Behandlung 2x pro Woche nur insgesamt 9 Wochen). Nach einem Kreuzbandriss müssen Patienten künftig mit 30 Therapien auskommen. Dies reicht bei intensiver Behandlung etwa 2 einhalb Monate. Nach den alten Heilmittelrichtlinien konnte bis zu 6 Monate nach der Kreuzband-OP therapiert werden. Sind in solchen Fällen längerfristige Therapien nötig, muss der Arzt dies schriftlich begründen. Über die Genehmigung entscheidet dann nicht mehr der Arzt, sondern die Krankenkasse nach Aktenlage.

"Das ist eine unnötige Belastung für dauerhaft Erkrankte", erklärt IFK-Vorsitzende Ute Repschläger, die seit Januar die Heilmittelerbringer in Deutschland als Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände (BHV) vertritt. "Insbesondere chronisch Kranke, Alte und Behinderte könnten deshalb auf notwendige Therapien verzichten. Aber: Eine Unterbrechung solcher Behandlungen - etwa bei Schlaganfallpatienten - führt oft zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes."

Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte im Dezember 2003 eine Neufassung der Heilmittel-Richtlinien vorgelegt. Erklärte Absicht: Die Ressourcen sollten so eingesetzt werden, dass die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und der Sparsamkeit beachtet werden und die Ver-sicherten die notwendige medizinische Versorgung bekommen.

Politisches Ziel der Bundesgesundheitsministerin: 20 Prozent der Kosten bei der Heilmittelversorgung sollen eingespart werden. Laut Ministerium sollen chronisch Kranke mit der neuen Verordnungsrichtlinie angeblich nicht benachteiligt werden.

"Tatsächlich will die Politik 700 Millionen Euro bei den Heilmitteln einsparen. Das wird an den Patienten nicht spurlos vorübergehen", so Ute Repschläger.

Zudem fürchten die Physiotherapeuten eine chaotische Umsetzungsphase, denn die Ärzte wurden bisher von den kassenärztlichen Vereinigungen sehr zurückhaltend informiert.

Neue Rezeptvordrucke und neue Richtlinien der Behandlung gelten ab morgen in den Praxen von Ärzten und Physiotherapeuten - immerhin vereinbaren die Berufsverbände der Heilmittelerbringer und die Spitzenverbände der Krankenkassen derzeit Übergangslösungen zur Verwendung der alten Rezeptvordrucke und Regelungen zur Genehmigungspflicht.

Quelle: ifk - Bochum
 
Copyright © 2004-2009 - Physioline - Melkendorfer Strasse 8a - 95326 Kulmbach
concept & design - mediastyle multimedia solutions - kulmbach